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Kriegsfilm

Lawrence von Arabien - GB 1962
© 20th Century Fox - "Kanonenboot am Yangtse-Kiang" USA 1966

Visionen aus der Kriegshölle

 

Historie und Heldentum, Revolte, Trauma und Tragik

 
 
Kriegsfilme sind immer auch Politik, sie provozieren und polarisieren die Gesellschaft ...    

Die ersten Kriegsopfer im Kino starben stumm. Das amerikanische Bürgerkriegsepos "Die Geburt einer Nation" von "David W. Griffith" (1915) spielte damals die sagenhafte Summe von 15 Millionen Dollar ein - Die Studiobosse begriffen: Mit Säbelrasseln lässt sich viel Geld verdienen.

Zugleich war damit das umstrittenste Genre der Kinogeschichte entstanden. Sogar Anti-Kriegsfilme erwiesen sich trotz aufrüttelnder Wahrhaftigkeit als Widerspruch: Krieg bleibt Krieg!

"Im Westen nichts Neues" (1930) des Amerikaners "Lewis Milestone" war in Deutschland verboten, da der Film dem wiederaufstrebenden Stolz der Reichswehr zuwiderlief. "Michael Ciminos" Film "Die durch die Hölle gehen" (1979) wurde von Kritikern als ideologisches Machwerk gegeisselt, weil darin GIs vom Vietcong gefoltert werden.

Frühzeitig nutzte die US-Administration den Kriegsfilm als Propagandamittel gegen den Feind und für die Heimatmoral. Regisseure wie "John Huston", "Frank Capra" und "John Ford" wirkten an einem heroisch-optimistischen Kriegskino mit. Von den Stars kamen vor allem die Westernhelden "Randolph Scott" und "John Wayne" zum Einsatz.

Wayne leitete mit "Die grünen Teufel" (1968) auch die Ära der "Vietnam-Filme" wie "Apocalypse Now" (1979) und "Full Metal Jacket" (1987) ein. Schliesslich kamen Heimkehrerfilme und Söldnerstreifen wie "Missing in Action" (1984), "Die Wildgänse kommen" (1977) und die "Rambo-Filme" auf den umkämpften Kinomarkt.

Bleiben "Bernhard Wickis" Film "Die Brücke" (1959) und "Stanley Kubricks" "Wege zum Ruhm" (1957) über den Wahnsinn des Kadavergehorsams. Kriege sind brutal - Filme darüber auch!

Zweiter Weltkrieg


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